Architekturbüro Wolfgang Kergaßner - Stuttgart

Die Geometrie des Kreises wurde nicht allein formal, sondern auch unter energetischen wie wirtschaftlichen Aspekten betrachtet.
Nicht jeder möchte so wohnen, aber die Vorstellung, das ganze Jahr auf eine Urlaubskulisse zu blicken, ist einladend. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Rande des Naturparks Rhön blicken jeden Tag auf einen wunderschönen Landschaftsraum. Die erhabene Lage am südöstlichen Hang und ein dem Grundstück vorgelagertes Wasserschutzgebiet sind Garanten für die Unverbaubarkeit dieser Aussicht. In dieser Landschaft zu bauen, fordert Feingespür für das Gebaute und dessen Einbindung. Auf vier Geschossen wurden jeweils zwei Wohnungen angeordnet, zwischen die sich ein durchgehender Luftraum mit Treppe als Puffer schiebt. Den Eingangsbereich vor den Wohnungen überspannen große Glasscheiben, die die Fuge materiell erlebbar machen. Die Wohnungsgrundrisse der ersten drei Geschosse leiten sich - abstrahiert- von der Grundfläche eines Kreises ab. Als weißverputzter Zylinder zeichnen sie sich in der Fassade ab. Weit ausgreifende Balkonflächen erweitern die Wohnungen ins Freie und machen in der Horizontalen die Geschossunterteilung der Zylinder erst erkennbar. Im vierten Geschoss, dem Dachgeschoss, wird die Kreissegmentierung durch eine herkömmliche Rechteckorganisation abgelöst.
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