Architekturbüro Wolfgang Kergaßner - Stuttgart

Der Wunsch der Bauherrschaft, das neue Wohnhaus auf die vorhandenen Garagenbauten aufzusetzen, mußte nach Analyse des Bestandes aufgegeben werden. Die stark eingeschränkte Tragfähigkeit der vorhandenen Tiefgaragenkonstruktion erfordert eine völlig eigenständige Gründung des Wohnhauses. Die um 90 Grad gedrehte Ordnung der Stellplätze auf der Hof- und Tiefgaragenebene ermöglicht nur an wenigen Kreuzungspunkten Stützkonstruktionen. Die Lasten aus dem Wohnhaus werden erdgeschossig in zwei geschosshohen Tragkörpern, der Garage und dem Abstellraum gesammelt und punktförmig abgeleitet.
Die Großzügigkeit und Höhenlage der Wohnebene vermitteln das Gefühl auf einer Beletage mitten in der Stadt zu wohnen. Diese städtische Qualität zu wohnen, wird durch die umgebenden, großen Terrassen atmosphärisch bereichert. Der Zugang des Hauses liegt geschützt hinter einer großen Holzlamellenwand. Diese vorgelagerte, strukturelle Ebene "halbarchitektonischer" Elemente zoniert den Übergang zwischen Privatsphäre und öffentlichem Straßenraum. Das einhüllende, lochartig geöffnete Band und das leichte, eingesetzte Flächenelement bilden den Hauskörper. Das Maß der Privatheit nimmt von unten nach oben zu. Die Treppenanlage bildet einen zusätzlichen inneren "Puffer".
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