Drei unterschiedliche Gebäudeteile prägen den differenziert ausformulierten Ort. Die Strukturanalyse veranschaulicht die chronologische Entwicklung des Wohnhauses. Das Blockhaus beherbergt Küche und Eßplatz. Das Glashaus ist verbindendes Element zwischen alt und neu. Die gläserne Fuge öffnet sich zum Landschaftsraum und überspannt als Minimalkonstruktion den Wohnbereich. Der polygonale Anbau verkörpert das "Schlafhaus". Die Erweiterung des Ensembles erfolgte nun unter der strengen Vorgabe einer rechtwinkligen Strukturüberlagerung. Diese orthogonale Ordnungsstruktur verstärkt zum einen die Wirkungsweise des Bestandes und ermöglicht zum anderen das "harmlose" Einfügen zusätzlicher Körper und Strukturen. Verstärkt wird die Wirkung durch die Reduzierung in der Materialwahl.
Die Wasserfläche des Pools und die umfassende Terrasse aus Zedernholz werden als "Abstandsfläche" zwischen dem Landschaftsraum und polygonaler Gebäudegeometrie wirksam. Der Ort gewinnt an Prägnanz. Die orthogonale Komposition der Strukturen ist als harmonisierte Ganzheit erfahrbar und faßt das ehemals differenzierte Ensemble zu einer harmonisierten Gesamtheit.


Umbau und Erweiterung Wohnhaus, Rettenbergen

Bauherr

privat

Adresse

Rettenbergen
Deutschland

Baubeginn

Januar 1998

Fertigstellung

November 1998

Das kleine Haus 2002 DVA Deutsche-Verlags-Anstalt GmbH, München
Das kleine Haus 2002
DVA Deutsche-Verlags-Anstalt GmbH, München

Althaus Modernisieren 4/5-1999 Fachschriftenverlag, Fellbach
Althaus Modernisieren 4/5-1999
Fachschriftenverlag, Fellbach

AIT 7/8-1998 Verlagsanstalt Alexander Koch GmbH, Leinfelden-Echterdingen
AIT 7/8-1998
Verlagsanstalt Alexander Koch GmbH, Leinfelden-Echterdingen