Architekturbüro Wolfgang Kergaßner - Stuttgart

Das Jüdische Museum Franken ist mit den Museen in Berlin, Frankfurt und München, eines der bedeutendsten Museen für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland.
Anlass und Zweck dieses Wettbewerbes ist es, eine herausragende Konzeption zur Erweiterung des Jüdischen Museums Franken zu finden. Mit dem Neubau soll das Museum zu einem Ort der Kommunikation und der Bildung sowie der Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur und des interkulturellen Lernens entwickelt werden. Das Museum soll sich mit hohem ästhetischem Anspruch im Stadtraum präsentieren und sich zugleich einladend zur Stadt öffnen.
Der Neubau des Jüdischen Museums Franken in Fürth ergänzt den verwundeten, historisch geprägten Ort zu einem Ensemble im Stadtquartier. Der Entwurf respektiert die Morphologie und die Höhenentwicklung des angrenzenden städtischen Gefüges.
Das Jüdische Museum wird durch den Neubau bewußt im Stadtgefüge sichtbar. Die Bauwerksmasse ist weitgehend ungegliedert, orientiert sich zur Königsstraße und zum vorgelagerten neu definierten Museumsplatz. Die Geschlossenheit der Baukörperumrißlinie und die gewählte Materialität der Fassade verankern den Neubau unverrückbar und dauerhaft im städtischen Kontext. Klarheit, Straffheit, Einfachheit und Ausgeglichenheit sind Merkmale einer prägnanten Gestalt. Die Unvergänglichkeit des gewählten Materials symbolisiert die Dauerhaftigkeit der Jüdischen Kultur in der mehr als tausendjährigen Stadtgeschichte von Fürth.
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