Architekturbüro Wolfgang Kergaßner - Stuttgart

Das Areal Baufeld B Stresemannstrasse beim Pragsattel in Stuttgart-Feuerbach wird von der Bülow AG mit dem Ziel erworben, in 2 Bauabschnitten einen Flachbau mit Büronutzung und ein Hochhaus mit Business Wohnen, alternativ mit Büronutzung zu errichten.
Durch die Positionierung der beiden Baukörper auf dem Baufeld entsteht ein städtebaulicher Spannungsraum welcher die fussläufige Durchwegung des Campus ermöglicht. Die räumliche Umsetzung des Anforderungsprofils generiert einen gefaßten Platzraum zum Quartierinnenraum, dem Zwischenraum, und zonierte Außenbereiche zum Quartiersrand. Horizontale und vertikale Faltungen prägen die beiden Baukörper. Durch die Höhenreduzierung des „Langhauses“ gewinnt das Hochhaus visuell an Höhe und somit an Schlankheit und Eleganz. Der formulierte Wunsch des gestalteten, oberen Abschlusses führt zum „Turm der Winde“ (Rückkühlwerke). Die kristalline Figur des vertikalen Baukörpers entmaterialisiert durch die physikalischen Eigenschaften seiner Oberflächen das bauliche Volumen. In Abhängigkeit der Lichtstimmung erscheint der prägnante Baukörper mit seiner geschlossenen Umrißlinie spiegelnd, entmaterialisiert, oder körperhaft. Das „gefaltete Langhaus“ ist durch die Ausformulierung der Deckenränder horizontal, mit ausgeprägtem Relief strukturiert. Gebäudekundlich entspricht der Büroflachbau einem Zweibund mit punktueller dreibündiger Aufweitung im Bereich der vertikalen Erschliessungskerne. Entlang der Fassade gibt es keine störenden Einbauten. Die Fassade ist somit zwangfrei und kann in Abhängigkeit der Nutzung ästhetisch, funktional und wirtschaftlich optimiert werden. Das gewählte Erschließungssystem ermöglicht maximale Freiheitsgrade bei der Belegungsplanung der einzelnen Nutzflächen. Sinngemäß sind diese Vorteile auf das Grundrisslayout des Hochhauses übertragbar. Die Variabilität der möglichen Nutzungsstrukturen sind nachgewiesen und ermöglichen vermarktungstechnische Flexibilität. Das beispielhaft entwickelte Grundrisskonzept organisiert an zentraler Stelle auf Platzniveau ein Restaurant. Diese Lage kommuniziert mit dem direkten Umfeld und reagiert auf die übergeordnete, städtebaulich vorgesehene, fußläufige Makrostruktur. Die übergeordnete Fußwegestruktur durchstreift dieses definierte Platzmilieu, verbunden mit der Einladung zum Verweilen.
zurück zur Übersicht